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Wie lange Überweisungen dauern

Discussion in 'Verbraucherschutz' started by Alpha, Oct 13, 2009.

  1. Alpha

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    Bezahlung per Überweisung

    Für Überweisungen in Deutschland nimmt man den Richtwert "2-3 Bank-Arbeitstage" (=Mo. - Fr.). Die Streuungsbreite liegt dabei je nach beteiligten Banken zwischen "innerhalb weniger Stunden" bei Überweisungen innerhalb des Kreditinstituts (also z.B. Konto A auf Konto B bei der Sparkasse Hamburg) bis hin zu "kann eine Woche dauern".

    Der Weg einer Überweisung:

    Der per Hand ausgefüllte Überweisungsträger:

    Dieser wird (worst case) in einer kleinen Filiale ohne Netzanbindung an den Zentralserver der Bank abgegeben. Die Überweisungen werden gesammelt und abends per Bote in die Hautpstelle gebracht. Dort werden sie dann am nächsten Tag gescannt und in den elektronischen Geldverkehr "eingeschleust". Wenn die Filiale über Netzanbindung verfügt, wird die Überweisung in der Regel im Laufe des Vormittags eingepfleg. Wenn sie also abends abgegeben wurde, kommt sie auch erst am nächsten Tag ins System.

    Die elektronische Überweisung:

    Da die Banken untereinander in den seltensten Fällen direkte Standleitungen haben, werden Überweisungen in sogenannten Batches (=Stapeln) gesammelt und mehrmals täglich "in einem Rutsch" übermittelt. Eine per Online-Banking eingegebene Überweisung wird also auch nicht gleich ausgeführt, sondern erspart nur den o.g. Weg der "Papierüberweisung" bis zum Bankserver.

    Die Verarbeitung der Batches erfolgt allerdings nicht direkt von Bank A zu Bank B, sondern über sog. Clearingstellen. Je nach Girokreis/Bankenverbund und gegenseitigen Clearingverträgen kann es nötig sein, dass die Überweisung sogar bis zur Bundesbankzentrale "durchgeschoben" werden muss.

    Da die beteiligen Banken/Rechenzentren aber auch nur in Batches buchen und diese untereinander nicht "synchron" laufen (Überweisung kommt rein, landet auf dem Ausgangsstapel für die nächste Bank und geht gleich wieder raus), liegen die Überweisungsaufträge auch schon mal einige Stunden bei den einzelnen "Zwischenhändlern" herum. Da diese Hierachie nach Ankunft des Geldes in der Zentralbank auch wieder "rückwärts" bis zur empfangenden Bank durchlaufen werden muss, kommt es eben zu diesen in der modernen, edv-gestützten und vernetzten Welt unverständlich langen Laufzeiten von mehreren Tagen.

    Weil aber die Banken das Überweisungsgeschäft nur als notwendiges Übel ansehen (in der Regel ist an einer Überweisung nix verdient), sind hier auch die Bestrebungen, diesen Ablauf zu beschleunigen (was ja wieder nur über teurere Direktanbindungen möglich ist) relativ gering.

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