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Nachdenk-Geschichten

Discussion in 'sonne´s Forum' started by sonne, Oct 3, 2009.

  1. sonne

    sonne Tussi

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    Eine grantige alte Frau

    Was sehen sie, Schwester, wenn sie mich angucken,
    und was denken sie?
    „Eine knöchrige Alte“ mit abwesenden Blick,
    nicht mehr ganz zurechnungsfähig, die sich nicht zu benehmen weiß
    und kleckert und nicht antwortet, wenn sie mit ihrer lauten Stimme sagen,
    sie solle sich doch wenigstens ein bisschen Mühe geben,
    die nicht zu beachten scheint, was sie machen, die mal hier einen Strumpf verliert
    und da einen Schuh, und die trotz aller Ermahnungen nicht mithilft,
    wenn sie gebadet oder gefüttert wird.

    Wenn sie das, Schwester, sehen und denken, dann liegen sie falsch
    Das bin ich nicht, die da so still sitzt, und die auf ihr Geheiß aufsteht und isst.
    Machen sie die Augen auf, ich sage ihnen ,wer ich bin

    Ich bin ein Kind von 10 mit einem Vater und einer Mutter und Brüdern uns Schwestern, die einander lieben.
    Ein junges Mädchen von 16 mit Flügeln an den Füssen, die davon träumt, bald ihre wahre Liebe zu treffen. Eine Braut von 20 mein Herz springt vor Freude, wenn ich an die Gelübde denke, die ich zu halten versprach.
    Mit 25 habe ich dann eigenen Kinder, für die ich ein sicheres, glückliches Heim baue. Eine Frau von 30, meine Kinder wachsen schnell, miteinander durch treue Bande verbunden.
    Mit 40 bin ich, meine Söhne sind weg, aber an meiner Seite steht mein Mann und unterstützt mich.
    Mit 50 habe ich wieder spielende Kinder um mich. Wir haben Enkel, mein Liebster und ich.
    Dann kommen dunkle Tage, mein Mann stirbt, ich schaue mit Angst in die Zukunft, denn meine Kinder sind dabei, ihr eigenes Heim zu bauen. Ich denke an die Jahre und die Liebe, die ich erfahren habe.

    Ich bin jetzt eine alte Frau, die Natur ist sehr grausam. Sie hat sich ausgedacht, Alte wie N A R R E N erscheinen zu lassen.
    Der Körper zerfällt, Anmut und Stärke schwinden, wo einst ein Herz war, ist jetzt ein Stein.
    Aber in diesem alten Gerüst wohnt ein noch junges Mädchen, und hin und wieder schwillt mein geschundenes Herz.
    Ich denke an die Freude zurück und den Schmerz, und ich liebe und lebe das Leben noch mal, und erinnere die Jahre, viel zu wenig und viel zu schnell vergangen und nehme die bittere Tatsache an, dass nichts bleibt.

    So machen sie die Augen auf, SCHWESTER und sehen sie nicht eine alte kratzbürstige Frau, sehen sie mich !!!
    Diesen Brief fand man nach dem Tode einer Demenzkranken Frau in ihrem Nachlass
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  2. sonne

    sonne Tussi

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    AW: Nachdenk-Geschichten

    Wenns dir mal nicht so gut geht...

    Wenn du mal nicht so drauf bist...

    Dann lies dieses:

    Wofür wir dankbar sein sollten, es aber oft nicht mal registrieren ...

    - den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht, weil es bedeutet,
    dass er mit keinem anderen aus ist

    - das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und lieber fernsieht,
    weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße

    - die Steuern, die ich zahlen muss, weil es bedeutet,
    dass ich eine Beschäftigung habe

    - die riesige Unordnung, die ich nach ner gefeierten Party aufräumen
    muss, weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war.

    - die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist,
    weil es bedeute, dass ich genug zu essen habe

    - den Schatten, der mich bei meiner Arbeit "verfolgt",
    weil es bedeutet,dass ich mich im Sonnenschein befinde

    - den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, die geputzt werden
    müssen, die Knöpfe, die angenäht werden müssten
    weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe

    - die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre,
    weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen

    - die Straßenbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz weg ist,
    weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Beförderungsmittel besitze

    - die hohe Heizkostenrechung, weil es bedeutet, dass ich's warm habe

    - die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt,
    weil es bedeutet, dass ich hören kann

    - den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln, weil es bedeutet,
    dass ich Kleider besitze

    - die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeitstages,
    weil es bedeutet, dass es mir möglich ist hart zu arbeiten

    - den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Träumen reißt, weil es
    bedeutet, dass ich am Leben bin

    - und schließlich: die vielen nervenden E-Mails, weil es bedeutet, dass
    ich Freunde habe und es genügend Menschen gibt, die an mich denken

    ...und solltest du glauben, Dein Leben wäre "beschissen",
    dann lies noch mal!
  3. sonne

    sonne Tussi

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    AW: Nachdenk-Geschichten

    Die beiden Hände

    Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:

    Du große Hand, ich brauche dich,
    weil ich bei dir geborgen bin.
    Ich spüre deine Hand,
    wenn ich wach werde und du bei mir bist,
    wenn ich Hunger habe und du mich fütterst,
    wenn du mir hilfst, etwas zu greifen und aufzubauen,
    wenn ich mit dir meine ersten Schritte versuche,
    wenn ich zu dir kommen kann, weil ich Angst habe,
    Ich bitte dich: bleib in meiner Nähe und halte mich.

    Und es sagte die große Hand zur kleinen Hand:

    Du kleine Hand, ich brauche dich
    Weil ich von dir ergriffen bin
    Das spüre ich,
    weil ich viele Handgriffe für dich tun darf,
    weil ich mit dir spielen, lachen und herumtollen kann
    weil ich mit dir kleine, wunderbare Dinge entdecke,
    weil ich deine Wärme spüre und dich lieb habe,
    weil ich mit dir zusammen wieder bitten und danken kann
    Ich bitte dich: bleib in meiner Nähe und halte mich
  4. sonne

    sonne Tussi

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    ES war einmal ein Herz, ...

    das schlug 100.000 Mal am Tag - nicht mehr und nicht weniger. Es schlug nun einmal soviel wie es nötig war. Es war nicht von der gleichen feuerroten Farbe wie all die anderen Herzen, sondern besaß nur ein schwaches Blassrosa. Das Schlimme war, dass es mit der Zeit immer mehr an Farbe verlor. Der Lebenskampf hatte es geschwächt und obwohl es noch nicht sehr alt war, hatte es schon viele Falten.

    Eines Tages war es auf die Idee gekommen, einen Verschlag um sich zu bauen. So suchte es den härtesten Stein für die Wände, das massivste Holz für das Dach und den stärksten Stahl für die Tür. Nur so, dachte das Herz, konnte niemand mehr hinein zu ihm und es verletzen - niemand konnte es mehr zerreißen. Endlich war es sicher. Nun saß das kleine Herz in seinem Verschlag, lugte hinaus durch die Fugen im Stein und hörte über sich das Knacken des Holzes. Es war ziemlich dunkel und kalt, dachte sich das Herz.

    Aber es schloss einfach die Augen und tat was es immer tat - schlagen. 100.000 Mal am Tag. Vor lauter Langweile zählte das Herz jeden Schlag mit, bis es dessen überdrüssig wurde. So vergaß es manchmal einen Schlag zu tun.

    Das Herz fragte sich, was es überhaupt noch für einen Sinn hatte, zu schlagen. Was das Herz vergessen hatte war, dass es sich zwar in Sicherheit vor allem Bösen befand, es niemand mehr verletzen und enttäuschen konnte, dass aber auch niemand mehr hineinkommen würde, der mit ihm lachen täte, jemand, der Purzelbäume mit ihm schlagen würde und es wärmte. Nach einiger Zeit fing das Herz an darüber nachzudenken. Es merkte, einen fatalen Fehler begangen zu haben. Mit aller Kraft versuchte es die Stahltür aufzudrücken, doch sie war zu schwer, als dass sie sich bewegen ließ.

    So begann es gegen die Steinwände zu hämmern, doch außer das sich ein paar Brocken lösten, passierte nichts. Der Stein war zu gewaltig. Als es sich am Dach zu schaffen machte, zog es sich nur einen dicken Splitter zu. Panikartig saß das kleine Herz in seinem selbstgebauten Gefängnis und schlug mindestens doppelt so schnell wie sonst. Wie konnte es nur den Schlüssel in all seiner Trauer vergessen? Das Herz verfluchte sich für sein elendes Selbstmitleid. Wie gern würde es sich jetzt den Stürmen des Lebens hingeben, sich vor Angst zusammenkrampfen, vor Freude hüpfen, wenn es nur könnte. Es schaute durch das Schlüsselloch hinaus in die Welt und sah die anderen Herzen. Einige waren blass so wie es selbst. Sie schlichen durchs Leben geduckt und allein. Andere wiederum sprangen in leuchtendem Rot - Hand in Hand über Stock und Stein, unerschrocken und gestärkt vom anderen. Doch was das Herz dann sah ließ es staunen und es konnte seine Tränen nicht verbergen.

    Da lagen Herzen im Staub mit Füßen getreten. Sie waren weiß und regten sich kaum noch. Sie schlugen vielleicht noch 20 Mal am Tag. Niemand kümmerte sich um sie, denn auch sie hatten einmal den Schlüssel ihres Gefängnisses so gut versteckt, dass niemand ihn fand. Da fühlte das Herz zum 1. Mal, dass es ihm doch gar nicht so schlecht ging. Noch war es rosa und noch fühlte es etwas. Es musste nur diesen Schlüssel finden zu seiner Stahltür. So machte es sich auf die Suche und probierte sogar Schlüssel, von denen es von Anfang an wusste, dass sie nicht passen würden. Nach einiger Zeit merkte das Herz, dass es wieder einen Fehler begangen hatte. Es war zu unüberlegt, zu krampfhaft an die Sache gegangen. Es verstand, dass man das Glück nicht erzwingen kann. Frei ist man nur, wenn man frei denken kann. Das Herz entspannte sich erst einmal und beschäftigte sich mit sich selbst. Es schaute in den Spiegel und begann sich so zu akzeptieren wie es war, blassrosa und faltig.

    Es spürte eine wohlige Wärme in sich aufsteigen und eine innere Gewissheit, dass es auf seine Art und Weise wunderschön war. So fing es an zu singen, erst ganz leise und schnurrend und danach immer lauter und heller, bis es ein klares Zwitschern war, wie das eines Vogels am Himmel. Durch den hellen Ton begann der Stein an einer Stelle nachzugeben. Mit riesengroßen Augen starrte das Herz auf diese Stelle, wo ein goldernes Schimmern zu erkennen war. Das Herz traute seinen Augen nicht. Da war der Schlüssel, den es damals mit in den Stein eingemauert hatte. Das hatte es durch all seinen Schmerz und sein Selbstmitleid vergessen und jetzt, wo es den Schlüssel in der Hand hielt, fiel es ihm wieder ein, wie es ihm vor all den Jahren so sicher erschienen war, ihn nie wieder zu brauchen.

    Langsam und voller Bedacht den Schlüssel nicht abzubrechen, steckte das Herz ihn ins Schloss. Mit lautem Gequietsche schob sich die schwere Stahltür zur Seite. Das Herz machte einen Schritt nach draußen, schloss die Augen und atmete aus, drehte und wendete sich, blickte nach oben und nach unten und hörte gespannt mal hierhin und mal dorthin. Das Herz dachte wie schön das Leben doch sei, machte einige Hüpfer und begab sich auf den Weg um Freunde zu finden. Den 1. den es tarf war ein lustiger Geselle, der das Leben zum schießen komisch fand und über 1000 Freunde hatte. Nachdem das Herz einige Zeit mit ihm verbrachte, mit ihm alle erdenklich lustigen Sachen anstellte, merkte das Herz, dass diesem "Freund" einiges fehlte; - der Tiefgang.

    Was war das für ein Freund, mit dem es nur lachen aber nie weinen konnte? Mit dem es nur durch "dick" aber nie durch "dünn" gehen würde. So zog das Herz weiter, allein, aber reich einer neuen Erfahrung. Bis es auf eine Gruppe anderer Herzen stieß. Es wurde direkt freundlich in ihrer Mitte aufgenommen. Es war ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit. Da war nun eine große Gruppe, wie eine Familie die zusammenhielt, wo alle gleich waren. Jeden Morgen standen sie zusammen auf, tranken den gleichen Tee, aßen vom gleichen Brot und gestalteten jeden Tag gleich. Das Herz war glücklich - eine Zeitlang, bis es spürte, dass auch dies nicht das richtige Ziel sein konnte, denn auch seinen vielen neuen Freunden fehlte etwas - die Individualität. In ihrer Mitte gab es keinen Platz für jemanden, der eigenständig war und sein Leben selbst planen wollte. Also löste sich das Herz auch aus dieser Verbindung und genoss sein eigenes Leben.

    Es ging über 112 Wege, um 203 Kurven und 24 Berge und Täler, bis es an einem Haus ankam, dass mit Stacheldraht umzogen war. Aus dem Schornstein quoll Rauch, das hieß, dass tatsächlich jemand in diesem Haus leben würde. In einem Haus, das nicht einmal Fenster hatte. Bei diesem Anblick fiel dem Herz ein, wie es selbst einmal gelebt hatte. Wie sehr es damals gehofft hatte, dass jemand ihm helfen würde und doch niemand sein stummes Flehen erkannt hatte. Es wusste, dass es ihm aus eigener Kraft gelungen war und es war sehr stolz darauf. Aber wie konnte es diesem armen Herzen helfen aus seinem Verlies zu kommen? So besorgte sich das Herz eine Drahtschere und versuchte den Stacheldraht zu durchtrennen. Aber nach einiger Zeit verließen es die Kräfte. Auch dieses Herz hatte keine Mühe gespart, für sich den stärksten Stacheldraht zu finden. Obwohl das Herz das andere nicht sah und auch nicht hörte, sondern nur ahnen konnte, was das für ein Herz war, fühlte es eine starke Bindung zu ihm. So grub es ein Loch im Boden unter dem Stacheldraht, um den anderen wenigstens nah zu sein. So stand es vor seinem Haus, vor der gleichen dicken Stahltür wie einst seiner und begann zu reden. Tagelang, nächtelang stand es einfach nur da und redete. Es erzählte von seinem Schicksal. Erzählte ihm, was ihm alles in seinem Leben widerfahren war und es hörte ein Schluchzen hinter der dicken Tür. Unermüdlich sprach das Herz weiter. Über die lustigen Sachen, die es mit seinem 1. "Freund" erlebt hatte, über die Wärme, die es bei seiner Familie erfahren hatte und es vernahm ein leises Glucksen von innen. Erst leise, bis es immer lauter sich in ein fröhliches Lachen verwandelte. Plötzlich sprach das Herz hinter der Stahltür zu ihm. Es wollte hinaus zu ihm, und es sehen. Es wollte mit ihm gehen und mehr von dem Lachen und Weinen. Es wollte sich an seine Schuler lehnen, sich an es drücken und nie wieder verlassen. Das Herz war glücklich, endlich so jemanden gefunden zu haben, aber was sollte es nur tun? Wie auch bei ihm früher, wusste das andere Herz nicht mehr wo es den Schlüssel versteckt hatte. So fasste das Herz den Entschluss loszugehen, um den Schlüssel zu suchen.

    Nur wo sollte es anfangen? Es lief ziellos umher, suchte hinter Büschen, auf Bäumen, tauchte in Seen danach; fragte alle die seinen Weg kreuzten, aber niemand wusste Rat und nirgends fand es den Schlüssel. So ging es mit schwerem Herzen zurück zu der kleinen Hütte, krabbelte durch das Loch unter dem Zaun, um die schlechte Nachricht zu überbringen. Doch zu seinem Erstaunen, fand es die schwere Stahltür geöffnet. Wie war das möglich gewesen? -dachte das Herz. Plötzlich hörte es eine freundliche und liebvolle Stimme hinter sich. Da sah es ein kleines blassrosa Herz stehen mit glühenden Wangen. "Ich habe hier auf dich gewartet" sagte das kleine Herz. "Ich habe erkannt, dass man es im Leben nur aus eigener Kraft schaffen kann, aus seinem Gefängnis zu entkommen. Doch so viel Kraft konnte ich nur durch dich erlangen. Durch deine Liebe zu mir und meine Liebe zu dir habe ich den Schlüssel zur Tür meines Herzens gefunden, der mir gleichzeitig die Tür meines Verlieses öffnete". Sie nahmen sich an der Hand und gingen von nun an alle Wege gemeinsam, ihr Herzschlag im gleichen Rhythmus bis an ihr Lebensende.

    (Verfasser unbekannt)
  5. Fire

    Fire Mod

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    AW: Nachdenk-Geschichten

    Au man...
    Ich betrachte solche Dinge eigentlich (noch) mit einen gewissen Abstand. Aber ich muss ehrlich zugeben, der erste Beitrag hat es in sich...........!
  6. Enma Ai

    Enma Ai Schattenaktivist

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    Habe hier auch eine geunden, kenne den Verfasser nicht, daher kann ich keinen Autor nennen:


    Es war einmal vor nicht all zu langer Zeit ein kleiner Junge der von Geburt an sehr krank war. Als er in die Pubertät kam, gaben die Ärzte die Hoffnung auf diese seltene Krankheit noch heilen zu können. Und mit 17 Jahre, wusste er, dass er jeden Augenblick sterben könnte.
    In all der Zeit lebte er sehr behütet und beschützt zu Hause bei seiner Mutter. Aber heute beschloss er endlich einmal alleine raus zu gehen - nur ein einziges Mal. Er bat seine Mutter um Erlaubnis, und sie gab sie ihm nach einem kurzen Zögern. Es war ein herrlicher, sonniger Herbsttag, als er so durch sein Stadtviertel schlenderte. Er beobachtete die Menschen und die Tiere, lauschte der Natur und blickte sehr nachdenklich und geistesabwesend in so manche Schaufenster.
    Als er vor ein Musikgeschäft stand und in die Auslagen blickte, bemerkte er ein sehr zartes, attraktives Mädchen, so ungefähr in seinem Alter. Es traf Ihn direkt - wie ein Blitz - mitten ins Herz. Kein Zweifel, es war die Liebe auf den ersten Blick.
    Er öffnete die nervös die Tür, trat ein und hatte nur Sie im Blick. Nach und nach näherte er sich vorsichtig der Theke, hinter der das Mädchen stand. Sie sah ihn an und fragte freundlich lächelnd: "Kann ich Dir helfen?"
    Er war sich sicher, es sei das süßeste Lächeln was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte und er hatte das Verlangen sie im selben Moment zu küssen. Er sagte unbeholfen, stotternd: "Ja, hemmmm.... Ich würde gern eine CD kaufen." Und ohne nachzudenken, nahm er die erste die ihm in die Hände fiel und bezahlte.
    "Möchtest Du, dass ich sie Dir einpacke?" fragte das Mädchen wieder lächelnd. Er nickte verlegen, und sie ging in das Hinterzimmer der Boutique und kam mit dem eingepackten Päckchen zurück, und gab es ihm. Er nahm es und ging schnell aus dem Geschäft. Er ging träumend nach Hause, und seit diesem Tag ging er tagtäglich in dieses Musikgeschäft
    um irgendeine CD zu kaufen. Sie packte sie alle immer ein, und er brachte sie nach Hause, um sie in seinem Schrank aufzubewahren.
    Er war viel zu schüchtern, um sie zum Ausgehen einzuladen, und selbst wenn er es ganz fest vornahm, es heute zu versuchen, brachte er es nicht über sich. Nach einigen Wochen schilderte er dies seiner Mutter, und sie ermutigte ihn, doch etwas zu unternehmen, und so ging er den nächsten Tag mit Mut und Entschlossenheit bewaffnet wieder in das Musikgeschäft. Und wie jeden Tag kaufte er irgendeine CD, und sie ging wie jedes
    Mal ins Hinterzimmer um ihm die CD einzupacken. Und während sie sie ihm einpackte, verlies ihn der Mut und hinterließ nur flüchtig seine Telefonnummer auf der Theke und eilte geschwind aus dem Geschäft.
    Am nächsten Tag: dring, dring... Läutet das Telefon im Haus des schüchternen, todkranken Jungen und seine Mutter nahm den Hörer ab: "Hallo?"
    Es war das Mädchen und wollte den Sohn sprechen. Worauf die Mutter, untröstlich
    begann zu weinen und sagte: "Was, Du weißt es nicht? - Er ist gestern Abend gestorben."
    Es gab eine lange Pause der Sprachlosigkeit. Einige Stunden später ging die Mutter in das Zimmer des Sohnes, um sich seiner zu erinnern. Sie beschloss seine Kleidung durchzusehen, und öffnete seinen Schrank. Wie sehr war sie überrascht, als ihr eine große Menge von CDs
    entgegen kam. Keine einzige von Ihnen war geöffnet. Das alles machte sie stutzig und gleichzeitig sehr neugierig, und sie konnte nicht widerstehen. Sie nahm eine CD, setzte sich auf das Bett und öffnete sie. Dabei fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket zu Boden. Die Mutter hob ihn auf, und begann zu lesen: "Hallo!!! Du bist super süß, möchtest Du mit mir ausgehen? Hab Dich lieb... Andrea"
    Sehr gerührt nahm die Mutter eine andere CD; noch eine andere und so weiter. In mehreren befanden sich kleine Zettel, und auf jedem stand das gleiche...

    Und die Moral von der Geschichte:
    So, ist das Leben - warte nicht zu lange um jemandem, der für Dich außergewöhnlich ist, zu sagen was Du fühlst. Sag es Heute. Morgen kann es leider schon zu spät sein.



    Ich hab hier eine Seite gefunden, die hat mich mal wieder wachgerüttelt...

    http://www.insanctus.de/content/blogcategory/1/70/
    Last edited by a moderator: Oct 4, 2009
  7. sonne

    sonne Tussi

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    Wenn ich wüsste


    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich Dich einschlafen sehe, würde ich Dich besser zudecken.
    und zu Gott beten, er möge Deine Seele schützen.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich Dich zur Türe rausgehen sehe,
    würde ich Dich umarmen und küssen
    und Dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich Deine Stimme höre
    ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen.
    damit ich sie Tag für Tag wiedersehen könnte.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich einen Moment innehalten kann,
    um zu sagen "Ich liebe Dich"
    anstatt davon auszugehen, dass Du weisst,
    dass ich Dich liebe.

    Wenn ich wüsste, dass es das letzte Mal ist,
    dass ich da sein kann, um den Tag mit Dir zu teilen,
    weil ich sicher bin, dass es noch manchen Tag geben wird.
    sodass ich diesen einen verstreichen lassen kann.

    Es gibt sicherlich immer ein "morgen"
    um ein "Versehen/Irrtum" zu begehen.
    und wir erhalten immer eine 2. Chance
    um einfach alles in Ordnung zu bringen.

    Es wird immer einen anderen Tag geben,
    um zu sagen "ich liebe Dich".
    und es gibt sicher eine weitere Chance
    um zu sagen: "Kann ich etwas für Dich tun?"

    Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte
    und es bleibt nur der heutige Tag
    möchte ich Dir sagen, wie sehr ich Dich liebe.

    Und ich hoffe, dass wir nie vergessen
    das "Morgen" ist niemandem versprochen
    weder jung noch alt
    und heute könnte die letzte Chance sein
    die Du hast, um Deine Lieben fest zu halten.

    Also, wenn Du auf Morgen wartest
    Wieso tust Du's nicht heute?
    falls das "Morgen" niemals kommt
    wirst Du bestimmt bereuen,
    dass Du Dir keine Zeit genommen hast,

    für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss
    und Du zu beschäftigt warst, um jemanden etwas zuzugestehen,
    was ich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellt.

    Halte Deine Lieben heute ganz fest
    und flüstere ihnen ins Ohr
    sag' ihnen, wie sehr Du sie liebst,
    und dass Du Sie immer lieben wirst.

    Nimm Dir die Zeit zu sagen "Es tut mir leid"
    "Bitte verzeih' mir", "Danke", oder "Ist in Ordnung"

    und wenn es kein "Morgen" gibt.
    musst Du den heutigen Tag nicht bereuen.

    Verfasser unbekannt
  8. sonne

    sonne Tussi

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    Der Sinn des Lebens

    Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: "Ich habe den Auftrag, Dich anzuzünden."

    "Oh nein", erschrak die Kerze, "nur das nicht.... wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."

    Das Zündholz fragte: "Aber willst Du denn ein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?"

    "Aber brennen tut doch weh und zehrt an meinen Kräften", flüstert die Kerze unsicher und voller Angst.

    "Es ist wahr", entgegnete das Zündholz "Aber das ist doch das Geheimnis unserer Berufung ... wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann, ist wenig. Zünde ich Dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens. Ich bin dafür da, Feuer zu entfachen. Du bist eine Kerze. Du sollst für andere leuchten und Wärme schenken. Alles, was du an Schmerz, Leid und Kraft hingibst, wird verwandelt in Licht. Du gehst nicht verloren, wenn Du Dich verzehrst. Andere werden Dein Feuer weiter tragen. Nur wenn Du Dich versagst, wirst Du sterben… "

    Da spitzte die Kerze ihren Docht und sprach voller Erwartung:

    "Ich bitte Dich, zünde mich an!“

    Verfasser mir leider unbekannt
  9. sonne

    sonne Tussi

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    gefunden bei felox.ch:

    Die Nägel im Zaun

    Es war einmal ein kleiner Bub, der schnell wütend wurde und dann ausrastete.
    Da gab ihm sein Vater einen Hammer und eine grosse Packung voller Nägel: „Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu diesem Zaun, und schlägst einen Nagel hinein.“
    Der Junge war einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.

    Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als auszurasten.

    Eines Tages war es schliesslich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun: „Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“ Der Bub war wieder einverstanden.

    Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr.

    Gemeinsam gingen sie zum Zaun.
    Der Vater sagte zu ihm: „Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“

    Der Junge stimmte seinem Vater zu.
    Der Vater fuhr fort: „Denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigt, die Narben bleiben.“
  10. sonne

    sonne Tussi

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    "Die Geschichte vom Baumwollfaden"

    Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass es nicht
    ausreicht, so, wie er war: "Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach",
    sagte er sich, "und für einen Pullover zu kurz.
    An andere anzuknüpfen, habe ich viel zu viele Hemmungen. Für eine Stickerei
    eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und farblos.Ja, wenn ich
    aus Lurex wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid.
    Aber so?! Es reicht nicht! Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Niemand
    mag mich - und ich mich selbst am wenigsten."
    So sprach der kleine Baumwollfaden, legte traurige Musik auf und fühlte sich
    ganz niedergeschlagen in seinem Selbstmitleid.
    Da klopfte ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: "Lass dich doch nicht
    so hängen, du Baumwollfaden. Ich hab' da so eine Idee: Wir beide tun uns
    zusammen. Für eine Osterkerze bist du zwar als Docht zu kurz und ich hab'
    dafür nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist
    doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die
    Dunkelheit zu jammern!"
    Da war der kleine Baumwollfaden ganz glücklich, tat sich mit dem Klümpchen
    Wachs zusammen und sagte: "Nun hat mein Dasein doch einen Sinn."
    Und wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden
    und kleine Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu
    leuchten?!

    Verfasser wieder einmal unbekannt

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