1. Wir beantworten jede Frage in ca. 10 Minuten.

    Klicke hier um deine Frage zu stellen

59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

Discussion in 'Verbraucherschutz' started by BiBi-K, Apr 13, 2007.

  1. Hallo,
    ich bin 16 Jahre alt (w) und meine Freundin (auch 16) hat ein großes Problem!! Sie hat mir gestern erzählt, dass Sie sich vor einigen Tagen bei www.check-deinen-sex.com angemeldet habe, da sie den Test machen wollte. Sie habe sich aber als 18 ausgegeben und habe nun vor 2 Tagen eine Mail bekommen, in der drin stehe, dass Sie innerhalb von 7 Tagen 59€ überweisen solle! Sie hat sich total bei mir ausgeheult, weil sie kein Geld hat um es zu bezahlen und ihren Eltern kann sie es erst recht nicht sagen, da sie sehr streng sind. Sie bekommt schon Hausarrest, wenn sie mit einer 3 nach Hause kommt!!! Ich will ihr so gerne helfen!!! Weiß jemand, was wir da tun können???

    LG
    BiBi-K
  2. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Hallo.

    Auch ich bin in der Vergangenheit auf eine ähnliche Seite "reingefallen".

    Danach habe ich mich natürlich informiert und NICHT gezahlt!

    Habe verschiedene Foren abgeklappert, den Verbraucherschutz angerufen und so weiter...

    Na jedenfalls kamen dann immer wieder Zahlungsaufforderungen per Mail und später sogar ein Brief per Post.

    Gezahlt habe ich bis heute nicht und auch seit einer Weile nichts mehr gehört.
    Letztens gab es übrigens ein Urteil zu dieser Abzocke welche ich unten abdrucke.

    Zu dem Problem deiner Freundin kann ich noch sagen, dass sie erst 16 ist und damit noch NICHT VOLL Geschäftsfähig ist. Das heißt, dass sie nicht so ohne weiteres Verträge abschließen kann.

    Am besten informierst du dich noch in ein paar anderen Foren, speziell zu dieser Website...

    Gruß!

    Zee



    Urteil:

    Versteckte Preise auf Webseiten müssen nicht bezahlt werden
    Gericht weist Forderungen einer Webseiten-Betreiberin zurück
    Besucher einer Webseite müssen gebührenpflichtige Dienste nicht bezahlen, wenn diese nur versteckt auf einer Webseite zu finden sind. Nach einem Urteil des Münchner Amtsgerichts müssen Kosten für einen Dienst auf einer Webseite klar und ersichtlich erkennbar sein. Das Verstecken des Preises in den allgemeinen Geschäftsbedingungen mache diese unwirksam.
    Versteckt sich die Zahlungspflicht für einen Dienst in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, kann diese Klausel ungewöhnlich und überraschend und damit unwirksam sein, wenn nach dem Erscheinungsbild der Website mit einer kostenpflichtigen Leistung nicht gerechnet werden musste. Dies entschied das Amtsgericht München I (AZ: 161 C 23695/05) in einem rechtskräftigen Urteil.

    Eine Klägerin betreibt diverse Internetprojekte mit verschiedenen Dienstleistungen. Auf einer Webseite bot sie bis zum Oktober 2006 die Möglichkeit, die eigene Lebenserwartung berechnen zu lassen. Nach Beantwortung bestimmter Fragen wurde eine Urkunde zum Download angeboten. Auf der Startseite zu diesem Angebot wurde dieses beschrieben und es gab verschiedene Verweise auf Gewinnspiele.

    Unterhalb einer Eingabemaske für die Nutzerdaten befand sich ein Link zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und darunter ein Anmeldeknopf. Die AGB mussten vor der Anmeldung durch einen separaten Klick akzeptiert werden. Unterhalb des Anmeldeknopfes befand sich ein mehrzeiliger Text, in dem wenig auffällig auf die Kosten in Höhe von 30,- Euro für den Dienst hingewiesen wurde. Weitere Regelungen befanden sich in den AGB.

    Die Beklagte hatte sich eine Lebenserwartung errechnen lassen, verweigerte dann aber die Bezahlung der Rechnung in Höhe von 30,- Euro. Sie verwies darauf, dass für sie bei der Nutzung des Dienstes nicht ersichtlich war, dass dafür Gebühren anfallen. Die Klägerin zog daraufhin vor Gericht und verwies darauf, dass die Beklagte den AGB zugestimmt hatte, in denen der Preis aufgeführt war und dieser somit wirksam vereinbart worden sei.

    Dieser Ansicht widersprach das Amtsgericht München I, an dem die Klage erhoben wurde. Das Gericht wies die Klage ab. Die Richterin nahm die betreffende Internetseite selbst in Augenschein und kam zu dem Ergebnis, dass dem Besucher zunächst bewusst vorenthalten wird, dass es sich um eine kostenpflichtige Leistung handele. Er würde mit einem Gewinnspiel und einem Gutschein gelockt, ohne dass auf die Kosten hingewiesen würde. Ein Hinweis auf einen "kommerziellen" Zweck allein reiche dafür nicht aus.

    Eine Anmeldung sei ohne weiteres möglich, ohne die Mitteilung über den Preis gesehen zu haben. Beim Anklicken und Bestätigen der allgemeinen Geschäftsbedingungen müsse nicht damit gerechnet werden, dass gerade hier sich versteckt die Zahlungspflicht befindet. Zwar können grundsätzlich auch Zahlungspflichten in allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt werden, aber in diesem konkreten Fall werde in den allgemeinen Geschäftsbedingungen die Vereinbarung erstmals als kostenpflichtiger Vertrag dargestellt. Insgesamt sei die Regelung in den AGB nach den gesamten Umständen, dem Aufbau und dem äußeren Erscheinungsbild der Webseite der Klägerin so ungewöhnlich und daher überraschend, dass die AGB unwirksam seien.
  3. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    ...^^
    nicht zahlen..
    es wird euch nichts passieren weil so ein "sextest" sowieso denk ich nur abzocke is..
    wenn noch was kommen sollte per email schreibt zurück ich werde meinen anwalt einschalten und die hören auf..
    außerdem sind emails in deutschland nicht rechtskräftig
  4. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Richte dich an den VErbraucherschutz, bzw. an die Akte-Reaktion von Sat1. Dort können sie dir helfen. HAbe nämlcih schon viel von dieser Website gehört und gelesen...

    GANZ WICHTIG: NCIHT BEZAHLEN!!!!!!!!!
  5. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Nicht Zahlen und keine Angst haben.Mein Sohn 14 Jahre hat das auch gemacht mit falscher Altersangabe,bekamen eine Zahlungsaufforderung von 59,00€plus 7,50€ gesamt 66,50 €.Wende dich an den Verbraucherzentrale,nimm deinen Ausweis mit,die beraten Dich ,setzen ein Schreiben auf,das Du minderjährig bist( unter 18 Jahren )keinen Vertrag eingehen kannst.Kostet 6€.Es sind schon Hunderte darauf herein gefallen.
  6. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Oh mein Gott,

    Aus welchem Grund gibt man überhaupt auf einer Internetseite persönliche Daten wie Anschrift oder Telefonnummer preis?

    Ich mach bei sowas grundsätzlich immer falsche Angaben. So kann man sich in Ruhe alles angucken und die mails landen am Ende halt im Spamordner. ;)
  7. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    hallo, ich hab ein ähnliches problem. ich hab mich vor kurzen bei der seite www.Berufs-wahl.de angemeldet. habe den test dann allerdings nicht gemacht und jetz verlangen sie von mir 59 Euro!!!!!! ich bin erst 15 jahre also noch minderjährig. meine eltern wissen noch nichts davon und ich will es ihnen ehrlichgesagt auch nicht sagen, weil ich angst vor ihren vorwürfen habe. was soll ich in diesem fall machen, weil die kosten ja eig. unten (allerdings sehr klein) gekennzeichnet waren und ich sie eig hätte sehen sollen, was ich aber leider erst später erfuhr.
    bitte helft mir!!!
  8. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Hallo liebe(r) Unregistriert,
    die Rechtsgrundlage ist in diesem Fall selbige, wie weiter oben in diesem Thread bereits beschrieben. Man kann nur immer wieder betonen, das beste ist die Mails zu ignorieren und sich an den Verbraucherschutz zu wenden. Und wieso sollten dir deine Eltern Vorwürfe für etwas machen, auf das schon tausende Erwachsene(!!!!) hineingefallen sind?

    Bezüglich dem Kleingdruckten am Seitenende würde ich dir empfehlen, dir einmal das Urteil im zweiten Beitrag in diesem Thread durchzulesen. Das dürfte deine Frage klären. Und wie bereits erwähnt, du bist bei weitem nicht der Einzige, der diesen winzig kleinen Hinweis übersehen hat. Im Übrigen solltest du grundsätzlich immer sehr genau überlegen, wann, wo, wieviel und zu welchem Anlass du persönliche Daten von dir preisgibst. Das gilt umso mehr, wenn du volljährig wirst. Werde stutzig, wenn du zur Eingabe persönlicher Daten aufgefordert wirst (insbesondere, wenn es sich hierbei um Pflichtfelder handelt), wenn du irgendwo einen Haken setzen oder z. Bsp. "OK" eingeben musst, um gewisse Dienste zu erhalten; erhöhte Dialergefahr (bestes Beispiel: hausaufgaben.de, Betrug vom feinsten; wäre ich selbst mal fast darauf reingefallen)!
    So, ich hoffe sehr ich konnte weiterhelfen.
  9. AW: 59€ für einen "Sex-Test" im Internet!! HILFE!!

    Im Rechtsbereich taucht in Kürze (nach Freigabe) der Thread "Geschäftsfähigkeit & Internet" auf.
    Betroffene sollten ihn sich einmal in Ruhe durchlesen

Share This Page